"Hot House" ist ein Bebop-Standard, den der amerikanische Pianist und Arrangeur Tadd Dameron 1945 komponierte. Es handelt sich um ein Instrumentalstück ohne Text, und Dameron ist als alleiniger Komponist genannt. Seine Harmonik ist ein Contrafact von Cole Porters "What Is This Thing Called Love?" und stützt sich, anders als viele Stücke Damerons, auf die Akkordfolgen dieses Songs.
Die erste Aufnahme entstand am 11. Mai 1945 durch Dizzy Gillespie und Charlie Parker mit Sydney Catlett, Al Haig und Curly Russell. Sie erschien im September 1945 als Single des Labels Guild, gekoppelt mit "Salt Peanuts". Die Interpretation wurde eng mit dem Quintett von Gillespie und Parker verbunden und ist eine Hymne der Bebop-Bewegung. Zu den späteren Aufnahmen gehören die Version von Wardell Gray aus dem Jahr 1949, der Live-Auftritt von Gillespie und Parker im Massey Hall aus dem Jahr 1953, die Fassung von Bud Powell aus dem Jahr 1962 und die von Eric Dolphy aus dem Jahr 1977. Die Gitarristin Emily Remler nahm es 1988 auf und gilt als erste Jazzgitarristin, die dies tat.