Webb City ist ein Bebop-Instrumentalstück des Pianisten Bud Powell, der als alleiniger Komponist genannt wird. Die Erstaufnahme entstand am 6. September 1946 in New York City durch The Be Bop Boys, eine Formation, die mit Fats Navarro und Gil Fullers Modernists in Verbindung steht, mit Powell am Klavier. Zur Besetzung gehören Kenny Dorham und Fats Navarro an der Trompete, Sonny Stitt am Altsaxophon, Morris Lane am Tenorsaxophon, Eddie De Verteuil am Baritonsaxophon, Al Hall am Bass und Kenny Clarke am Schlagzeug, Gil Fuller ist als Arrangeur genannt.
Powell benannte das Stück nicht nach der Stadt in Missouri, sondern nach dem Vorbop-Trompeter Freddie Webster. Es gehört zu Powells bekanntesten Titeln, neben Bouncing With Bud, Un Poco Loco, Dance of the Infidels und Celia. Spätere Aufnahmen stammen unter anderem von Johnny Dankworth (1951), Art Pepper (1957), Tommy Turrentine (1960), Barry Harris (1967), Sonny Stitt (1972), Art Blakey (1981), Phil Woods (1984) und Jan Lundgren (1996). Die melodischen Phrasen des Stücks werden als Teil des Bebop-Stils aus Powells früher Schaffensphase studiert.